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Lacy Pool 2 – Wikipedia
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2026-06-24 05:11:05
# Lacy Pool 2 – Wikipedia Lacy Pool 2 (Eigenschreibweise Lacy Pool_2) ist ein Musikalbum von Uwe Oberg, Rudi Mahall und Michael Griener. Die am 17. März 2016 im Klangraum Mainz entstandenen Aufnahmen erschienen im Mai 2017 auf Leo Records. Lacy Pool ist die „Berliner Band“ des Wiesbadener Pianisten Uwe Oberg mit dem Klarinettisten Rudi Mahall und dem Schlagzeuger Michael Griener. Das erste selbstbetitelte Album Lacy Pool (noch mit Christof Thewes statt Mahall) erschien 2009 auf HatHut Records. Auf ihrem Album Lacy Pool 2 spielt das Trio insgesamt sieben Titel des Sopransaxophonisten und Komponisten Steve Lacy und zwei Eigenkompositionen von Uwe Oberg, die stark im musikalischen Duktus von Thelonious Monk und Lacy bleiben. Wenn nicht anders vermerkt, stammen die Kompositionen von Steve Lacy. Der Pianist Uwe Oberg sei bei der Zusammenstellung dieses beeindruckenden europäischen Trios keine ausgetretenen Pfade gegangen, meint Glenn Astarita in All About Jazz. Es gebe keinen Bassisten, und Rudi Mahall spiele ausschließlich Klarinetten, obwohl die meisten Zuhörer erwarten würden, dass ein Sopransaxophon das Herzstück einer Band bilden würde, die dem verstorbenen Pionier des modernen Jazz, Steve Lacy, Tribut zolle. Noch wichtiger sei, dass die Band, einschließlich des Schlagzeugers Michael Griener, Lacys Werke in ihren charakteristischen, gruppenorientierten Stil umforme, dabei jedoch seinen rhythmischen und melodischen Grundprinzipien treu bleibe, die als Vehikel für die Erweiterung inmitten der allgegenwärtigen improvisierten Metrik dienen. Die Instrumentalisten würden diese Werke, die eine Vielzahl emotionaler Nuancen umfassen, auf eindrucksvolle Weise neu interpretieren – vor dem Hintergrund des starken Einflusses, den Thelonious Monk auf Lacys Kompositionsstil ausgeübt hatte. Diese Stücke folgten dem Mantra der Kommunikationsfreiheit des Trios, würden aber (so Astarita weiter) gleichzeitig ein feines Gleichgewicht schaffen, das sich auszahle. Ganz gleich, ob die Band mal urige oder zierliche Interpretationen des Materials hervorbringt oder sich in ernsthafte Rebellionsstimmung versetzt – jedes Stück stehe für sich. Sie würden dies nicht in konservatorischer Absicht mit gewisser Retro-Perspektive machen, die das Vorbild möglichst originalgetreu zu imitieren versucht, meint Heinrich Brinkmöller-Becker (NRWJazz). Im Gegenteil, Neu-Interpretation sei angesagt, „ein Spiel und Spielen mit dem Ausgangsmaterial“. Schon die Besetzung ohne das für Lacy kennzeichnende Sopran-Saxophon würde die Absicht der „Anverwandlung durch Wandel“ unterstreichen, der Übersetzung des spezifischen eleganten und modulationsfähigen Lacy-Sounds und der gesamten musikalischen Konstruktion in seiner Strenge und eigentümlichen Schönheit in den Kosmos eines bass-freien Klaviertrios. Das Album Lacy Pool_2 stelle eine gelungene Anverwandlung des Monk-Lacy-Klangkosmos’ in einer überzeugenden Trio-Leistung dar, die frei sei von dekonstruktivistischer Attitüde, die vielmehr „die Ästhetik des scheinbar Beiläufigen und Aphoristischen“ von Monk über Lacy in eine eigene Sprache übersetze. Der Text ist unter der Lizenz „Creative-Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“ verfügbar; Informationen zu den Urhebern und zum Lizenzstatus eingebundener Mediendateien (etwa Bilder oder Videos) können im Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie einverstanden.
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